Zur Vorgeschichte der „Runden Tische”
im Internationalen Jahr der Freiwilligen
2001 in Berlin

Am 02. Febru­ar 2001 ent­stand im Rah­men einer Auf­takt­ver­an­stal­tung zum Inter­na­tio­na­len Jahr der Frei­wil­li­gen im Ber­li­ner Rat­haus auf Initia­ti­ve von Caro­la Schaaf-Derichs, Lei­te­rin des Treff­punkt Hilfs­be­reit­schaft, die Idee und Kon­zep­ti­on der Run­den Tische.

Die­ser Initia­ti­ve vor­aus­ge­gan­gen war die gemein­sa­me Arbeit der „AG-For­de­run­gen”, die als ein Gre­mi­um des Koor­di­nie­rungs­krei­ses zum Inter­na­tio­na­len Jahr der Frei­wil­li­gen vom Treff­punkt Hilfs­be­reit­schaft initi­iert, ent­stan­den war. Dort wur­den die bis­he­ri­gen und neue For­de­run­gen zusam­men­ge­stellt und von Caro­la Schaaf-Derichs für den 02. 02 01 auf­be­rei­tet.

Die zahl­rei­chen Teilnehmer/​innen der Auf­takt­ver­an­stal­tung aus ver­schie­dens­ten Ber­li­ner Pro­jek­ten, die im Bereich Frei­wil­li­gen­ar­beit tätig sind, signa­li­sier­ten ihre Auf­bruchs­stim­mung, die bekann­ten For­de­run­gen zur Ver­bes­se­rung der Frei­wil­li­gen­ar­beit in die­sem Jahr offen­siv anzu­ge­hen. Leit­idee der Initia­to­rin­nen war, zu fest­ge­leg­ten The­men, Exper­ten aus ver­schie­de­nen gesell­schaft­li­chen Berei­chen, wie Bür­ger, Poli­tik und Ver­wal­tung an einen Tisch zu brin­gen, und so über den bis­he­ri­gen Stand der Erkennt­nis­se fort­zu­schrei­ten. Hier­zu soll­te zunächst eine Form der Ergeb­nis­si­che­rung ent­wi­ckelt wer­den, die die Ist-Situa­ti­on spe­zi­fi­scher Berei­che der Frei­wil­li­gen­ar­beit auf Ber­lin­e­be­ne eva­lu­iert, um kon­kre­te Bedar­fe und For­de­run­gen for­mu­lie­ren zu kön­nen. Die­se Form der direk­ten Bür­ger­be­tei­li­gung an poli­ti­scher Mei­nungs­bil­dung- und poli­ti­schen Ent­schei­dungs­pro­zes­sen war auf die­sem Gebiet ein Novum für das Land Ber­lin.

Des­wei­te­ren soll­ten die anwe­sen­den Poli­ti­ke­rin­nen nicht nur mit Lip­pen­be­kennt­nis­sen aus der Auf­takt­ver­an­stal­tung ent­las­sen wer­den, son­dern durch soge­nann­te Paten­schaf­ten für bestimm­te the­ma­ti­sche Exper­ten­run­den in die kon­kre­te Arbeit ein­be­zo­gen wer­den. Die The­men­fin­dung für die Run­den Tische ent­wi­ckel­te sich aus den Vor­schlä­gen der anwe­sen­den Teilnehmer/​innen, dar­aus lie­ßen sich vier The­men­be­rei­che for­mu­lie­ren, die von den nach­fol­gend genann­ten Patin­nen unter­stützt wur­den.

1. Qua­li­fi­zie­rung und Infra­struk­tur, Patin: Frau Jant­zen (Bünd­nis 90/​Die Grü­nen)
2. Senio­ren­ge­setz, Patin: Frau Buch­holz (CDU-Frak­ti­on)
3. Zer­ti­fi­zie­rung, Patin: Frau Saran­tis-Ari­das (SPD)
4. Kom­mu­na­le Ver­ant­wor­tung und Bür­ger­be­tei­li­gung, Patin: Frau Dott (PDS-Frak­­ti­on).

Nach Abspra­che mit den poli­ti­schen Patin­nen und der Zusa­ge einer finan­zi­el­len Unter­stüt­zung für Koor­di­nie­rungs- und Recher­che­ar­bei­ten durch Staats­se­kre­tä­rin Frau Jun­ge-Rey­er, konn­te die­ser Dia­log am 16.05.01 mit dem ers­ten The­ma der Run­den Tische begin­nen. Für die inhalt­li­che Bear­bei­tung und Recher­che der The­men und die Koor­di­na­ti­on der Ver­an­stal­tun­gen konn­te Frau Bar­ba­ra Weigl als Hono­rar­mit­ar­bei­te­rin gewon­nen wer­den. Die Gesamt­or­ga­ni­sa­ti­on und Mode­ra­ti­on der Run­den Tische lei­te­te Frau Caro­la Schaaf-Derichs vom Treff­punkt Hilfs­be­reit­schaft.




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Quel­le: Treff­punkt Hilfs­be­reit­schaft. Die Ber­li­ner Frei­wil­li­genagen­tur (Hrsg.), 2002: Mach­bar­keits­stu­die. Doku­men­ta­ti­on und Aus­wer­tung der Run­den Tische zum Frei­wil­li­gen Enga­ge­ment in Ber­lin im Inter­na­tio­na­len Jahr der Frei­wil­li­gen 2001. Ber­lin, 1–2 (redak­tio­nell über­ar­bei­tet)

Run­de Tische | Aktua­li­siert: 10.10.2015 /​jor.