Aktiv in Berlin: Gute Nachrichten zum Start des Landesnetzwerks ins neue Jahr

Neujahrsempfang 2014

Am 15. Januar ka­men rund sechzig gut ge­laun­te Gäste aus Zi­vil­ge­sell­schaft, Senat, Be­zir­ken und Ab­ge­ord­ne­ten­haus zum Neu­­jahrs­­emp­fang des Landesnetzwerks Bür­ger­en­ga­ge­ment Ber­lin ins Rathaus Schöneberg, um ge­meinsam in das neue Jahr zu starten.

Die Gastgeberin des Hauses, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schött­ler, erinnerte zur Be­grü­ßung an die vielen richtungsgebenden Sit­zun­gen des Landesnetzwerks, die bereits im traditionsreichen John-F.-Kennedy-Saal stattgefunden hatten. So u.a. schon mehr­fach die­je­ni­gen der mit über 40 Mitgliedern bislang größten Arbeitsgruppe „Bil­dung und Bür­ger­schaft­li­ches En­ga­gement“ und die außer­or­dent­li­che MV „Politik trifft Landesnetzwerk“ vor fast zwei Jahren, die mit Ver­tre­ter_innen aller Fraktionen aus dem Abgeordnetenhaus die gut begründete Fra­ge nach der Einrichtung ei­nes Parlamentarischen Ausschusses dis­ku­tier­te und da­mit offensichtlich erfolgreich voran trieb.

Ein Landesnetzwerk für bürgerschaftliches En­ga­ge­ment
und Anerkennungskultur im Land Brandenburg

Auch an diesem Tag kam es wieder zu wegweisenden Gesprächen für die En­ga­ge­ment­po­li­tik und Netzwerkzukunft mit dafür eigens ge­la­de­nen Gästen. Manfred Bau­er, Leiter der Ko­or­di­nierungsstelle für bür­ger­schaft­li­ches Engagement in der Staats­kanz­lei des Landes Bran­denburg, berichtete von der Gründung des Landesnetzwerks für bür­ger­schaft­li­ches En­ga­ge­ment und Anerkennungskultur im Land Bran­den­burg. Er betonte, wie stark die Ver­bin­dun­gen zwischen Berlin und Brandenburg allein durch die jeweiligen Pendler geworden seien und dass es längst eine intensive Zu­sam­men­ar­beit im Bereich des Bür­ger­schaft­li­chen Engagements zwischen beiden Ländern gä­be. Da lag es in der anschließenden Dis­kus­si­on nahe, die Frage nach einer Zu­sam­men­ar­beit der Landesnetzwerke zu stellen und diese wurde von bei­den Länderseiten po­si­tiv und mit ersten Einladungen quittiert. Ein schö­­ner Auftakt, so fanden die An­we­sen­den.

2014 auf der engagementpolitischen Agenda

Aus dem Abgeordnetenhaus waren drei Vertreter gekommen, al­le­samt Mitglieder des Aus­schusses für Bürgerschaftliches Engagement (BuergEn). Martin Beck, Bündnis 90/Die Grü­nen und Aus­schuss­vor­sit­zen­der, unterstrich die gute Gelegenheit, im lo­ckeren Rahmen ü­ber Fragen nachzudenken, die auch den Ausschuss beschäftigen soll­ten: So kam es kurz­zei­tig zur Diskussion über das BVG-Ticket und über die fragwürdige Praxis von Job­cen­tern hin­sicht­lich der Anrechnung von Aufwandsentschädigungen.

Und auch kritische Anfragen zur kon­kre­ten Umsetzung der prinzipiell immer wieder seitens der Fachverwaltungen als Anliegen be­haup­te­ten politischen Teilhabebereitschaft gab es, also nach den lang­fris­ti­gen Ko­ope­ra­ti­ons­be­reit­schaf­ten wie auch -möglichkeiten zwischen Senat und Landesnetzwerk als Berlins or­ga­ni­sier­ter Bür­ger­ge­sell­schaft; beispielsweise beim neuen Projekt Nr. 23: Aufbau einer On­line-Platt­form als Element eines bezirklichen Be­tei­li­gungs­mo­dells zur Aktivierung und För­de­rung von Partizipation und Bürgerschaftlichem En­ga­ge­ment in den Sozialräumen im Rahmen des Mo­der­ni­sie­rungs­pro­gramms „ServiceStadt Berlin 2016“ oder beim Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept 2030. Der Sprecherrat und die Ge­schäfts­stel­le haben hierzu gerade aktuell ein Per­spek­ti­ven­pa­pier in die Diskussion des Lan­des­netz­werks und darüber hinaus eingebracht.

Danny Freymark, CDU, unterstrich an dieser Stelle den guten Kontakt zum Landesnetzwerk und versicherte, persönlich für weitere An­lie­gen ansprechbar zu sein. Alexander Morlang, Piraten, stellte die gro­ße Verwandtschaft zwischen der Netzwerkphilosophie seiner Partei und dem des Landesnetzwerks fest, auf deren Grundlage auch er für alle Belange sehr of­fen sei und das Bürgerschaftliche Engagement als gesellschaftliche Triebfeder befördern möchte.

Anerkennungskulturen & Bildung.Engagiert

Abschließend wurde das neue Projekt der Landesfreiwilligenagentur „An­er­ken­nungs­kul­tu­ren“ mit seinen Ansprechpartnerinnen Ariane Mattner und Eurydike Fischer kurz vor­ge­stellt, die die Diversität von Instrumenten der Anerkennung im Engagement zunächst mit einer Studie und anschließend einer Befragung von 100 Organisationen, darunter 50 aus dem Landesnetzwerk im Jahr 2014 untersuchen werden.

Außerdem wurde auf die ak­tu­ell spannende Arbeitsphase der AG Bildung und Bür­ger­schaft­li­ches Engagement hingewiesen, die in ihrer Sitzung unmittelbar vor dem Neu­jahrs­em­pfang unter dem Titel „Bil­dung.En­ga­giert“ ein gut halbjähriges Plattformprojekt mit drei Foren zur Entwicklung eines zi­vil­ge­sell­schaft­li­chen Leitbildes für das Lernen von Kindern und Ju­gend­li­chen beschlossen hat.

Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin | Fotos von Jo Rodejohann für die Landesfreiwilligenagentur Berlin: CC BY-SA 3.0 DE. Zuerst veröffentlicht als Aktiv in Berlin: Viel Gutes zum Neuen Netzwerkjahr auf www.engagementwerk­statt.de, 18.01.2014; übertragen & überarbeitet 28.06.2016